Fr |  | Lesung | Untenrum Frei

Margarete Stokowski

Einlass: 20.30 Uhr | Beginn: 21.00 Uhr

VVK: 10 € | AK: 13

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Untenrum Frei

War es das jetzt mit der sexuellen Revolution? Sind wir unendlich     liberal, weil mit nackten Brüsten für Tierfutter und
Baumärkte geworben wird? Mitnichten, sagt Margarete Stokowski. Es gilt auch noch im 21. Jahrhundert, Machtstrukturen aufzusprengen, über Sexualität zu sprechen und über Geschlechterrollen, die wir mit riesigem Aufwand spielen. Die Autorin möchte keine neuen Regeln aufstellen, sondern von längst überkommenen Vorstellungen befreien und gegen Tabus angehen. Das klingt vielleicht streng, aber dieses Buch ist anders: Es ist lustig, mutig und irrsinnig klug. Stokowski erzählt frisch und wunderbar von persönlichen Erlebnissen, analysiert gesellschaftliche Konstellationen und zeigt, wie sich Schamgefühle und Rollenbilder in den kleinen, schmutzigen, komischen Dingen manifestieren; wenn es um Probleme bei der Benennung der Vagina geht, um Prinzessinnenkleider oder die Erotik von Hüpfbällen. Und sie macht deutlich, wie diese kleinen Dinge die großen, fiesen Fragen aufwerfen: Was macht es mit Mädchen, wenn die Bravo empfiehlt, Rouge aufzutragen, immer zu lächeln und süße Haarspangen zu tragen, um den Schwarm zu erobern? Warum
trauen sich Männer Chefposten eher zu als Frauen? Mit scharfsinnigem Blick auf die Details gelingt Stokowski ein
provokantes, politisches und befreiendes Buch.

 

 

Margarete Stokowski, geboren 1986 in Polen, lebt seit 1988 in Berlin und studierte Philosophie und Sozialwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie schrieb unter anderem für die Spex, den Tagesspiegel,
das Missy Magazine, die Zeit und lange als Kolumnistin für die taz. Seit 2015 sorgt Stokowski mit ihrer wöchentlichen Kolumne bei Spiegel Online für Furore.

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